Prognose: 2014 werden die Bauzinsen steigen

Das gesamte Jahr 2014 dürfte sich ein Trend fortsetzen, der bereits in den letzten Wochen 2013 erkennbar war: Die Bauzinsen für alle Laufzeiten steigen. Die Finanzmärkte rechnen dabei für die erste Jahreshälfte mit einer flachen Zinskurve: Die Werte steigen zwar, aber dies ist noch kaum spürbar. In den Monaten Juli bis Dezember soll es dann deutlicher nach oben gehen. Verantwortlich dafür sind zwei Prozesse: Die Wirtschaft erholt sich zum einen, zum anderen ist ein Wechsel der Geldmarktpolitik der Notenbanken am Horizont erkennbar.

Deutsche Wirtschaft soll 2014 kräftig wachsen

Die Wirtschafts- und Eurokrise war seit so vielen Jahren ein steter Begleiter, dass man fast denken konnte, sie würde für immer währen. Tatsächlich ist sie – zumindest was Deutschland angeht – 2014 endgültig überwunden. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass die Wirtschaft der Bundesrepublik in diesem Jahr um fast drei Prozent zulegen könnte. Zudem wurde bekannt, dass die Statistiker die tatsächliche Konjunktur der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren immer wieder unterschätzt haben.

Für die Geldgeber ist es deshalb interessanter, Kredite in der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, da sie hier größere Gewinne erwarten können. Die Baufinanzierungen müssen nachziehen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Konkret bedeutet das: Die Zinsen müssen steigen, um die Banken davon zu überzeugen, weiterhin für Neubauten und den Ankauf von Immobilien Gelder zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Zinssätze bereits in den letzten Monaten des vergangenen Jahres sukzessive angestiegen.

USA leiten Wechsel der Geldmarktpolitik ein

Zudem bahnt sich ein Wechsel der Geldmarktpolitik an. In den USA möchte die Notenbank Fed im Laufe des Jahres Schritt für Schritt damit aufhören, die Finanzmärkte mit günstigem Geld zu fluten. Zugleich haben in Gestalt der Türkei, Indiens sowie Südafrikas gleich drei wichtige Schwellenländer ihren Leitzins zum Teil drastisch erhöht, um ihrer Währungskrise Herr zu werden. Spannend dabei: Es waren die sehr günstigen Dollar und Euros, die ihnen die Luft zum Atmen zugeschnürt haben.

Es ist zu erwarten, dass die Investoren sich wieder vermehrt diesen Staaten zuwenden, um attraktive Renditen einzustreichen. In der Folge wird auch die Europäische Zentralbank kaum anders können als den Leitzins zu erhöhen. Vermutlich dürfte es 2015 soweit sein. Die Bauzinsen werden nachlaufend steigen. Diese Prozesse dürften in der zweiten Jahreshälfte 2014 bereits deutlich erkennbar sein.

Fazit: Überlegt und doch zügig handeln

Wer eine Anschlussfinanzierung benötigt oder nach einem ersten Baudarlehen Ausschau hält, sollte zwar überlegt, aber auch zügig handeln. Wer zu lange zögert, bezahlt den Fehler möglicherweise teuer.

Ein Tipp: Durch die Wirtschaftserholung sind viele Banken wieder bereit, Volltilger Darlehen zu vergeben. Diese bedeuten zwar monatlich eine höhere Belastung, sind aber unter dem Strich günstiger. Viele Banken gewähren Abschläge bei dieser Finanzierungsform.

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