Ausblick auf die Bauzinsen 2013: Vorerst stabile Sätze

Die Bauzinsen werden auch 2013 stabil bleiben. Zumindest vorläufig sind keine deutlichen Sprünge nach oben zu erwarten. Noch einmal fallen werden sie allerdings auch nicht mehr. Mit Interesse ist die Entwicklung ab der Mitte des Jahres zu verfolgen, denn dann könnten Risiken zu Haftungsverpflichtungen werden. Aufgrund der deutschen Situation könnten sich auch im Herbst noch einmal deutliche Veränderungen ergeben.

Politik und Banken sorgen für Stabilität

Ausblick auf die Bauzinsen 2013Die Bauzinsen wurden von Politik und Banken im Herbst 2012 noch einmal nach unten gedrückt und dort auch stabil gehalten. Die Eurogruppe setzte den Eurorettungsfonds ESM in Kraft, durch den erst einmal eine Staatsinsolvenz innerhalb der Währungsgemeinschaft ausgeschlossen ist. Zeitgleich senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf 0,75 Prozent. Nie in der Geschichte des Euro lag er derart tief. Den Geldhäusern wurde es dadurch deutlich erleichtert, sich zu refinanzieren. Insbesondere die Banken in Deutschland machten dabei große Fortschritte, die Krise hinter sich zu lassen. Der staatliche Rettungsfonds SoFFin schreibt 2012 gerade noch ein Defizit von 0,9 Milliarden, das laut Medienberichten ausnahmslos mit der WestLB zusammenhängt. Grundsätzlich sind die deutschen Geldhäuser somit wieder stabil aufgestellt, was sich positiv auf die Kreditversorgung auswirkt.

Europäische Finanzminister einigen sich auf Bankenaufsicht

Dies soll künftig auch für alle Banken der Union gelten. Die EU-Finanzminister haben deshalb eine gemeinsame Bankenaufsicht beschlossen, die bei der EZB angesiedelt sein wird und im März 2014 ihre Arbeit aufnehmen soll. Banken dürfen ab dann auch aus dem ESM rekapitalisiert werden, wodurch vor allem die verschuldeten Staaten entlastet werden. Zugleich erhält die Bankenaufsicht vermutlich auch die Vollmachten, Abwicklungspläne von den Geldhäusern zu verlangen und gemeinsame Standards für eine Einlagensicherung zu entwickeln. Die Bankenaufsicht dürfte einen weiteren Schub in Richtung mehr Stabilität bedeuten.

Risiken im Sommer und Herbst

Im Sommer und Herbst könnten sich allerdings einige Risiken so auswirken, dass die Finanzmärkte insgesamt und damit auch die Bauzinsen erneut in Unruhe geraten. An vorderster Stelle steht dabei Griechenland. Das Land konnte kürzlich erfolgreich umschulden und dadurch seine Schuldenlast drücken. Viele Experten sehen darin jedoch nur eine vorübergehende Lösung, mit der sich die Hellenen lediglich Zeit gekauft haben. Im Sommer oder im Herbst könnten demnach die Probleme wieder zurückkehren. Im Sommer sind allerdings wenig Impulse von der Politik zu erwarten, denn Deutschland wählt im September ein neues Parlament. In Wahlkampfzeiten werden keine weitreichenden Entscheidungen getroffen. Um so wichtiger ist es, was nach den Wahlen passiert, denn dann dürften die aufgelaufenen Probleme sehr schnell abgearbeitet werden.

Deutsche Bauzinsen müssten eigentlich steigen

Eigentlich müssten die Bau- sowie die Immobilienzinsen insgesamt in der Bundesrepublik deutlich steigen. Die Nachfrage nach entsprechenden Krediten ist in Deutschland sehr groß. Gerade in Metropolen übersteigt die Nachfrage nach Wohnraum längst das Angebot. In der Folge werden die Preise immer höher, was zu einer verstärkten Nachfrage nach Krediten führt. Eigentlich müsste der Markt mit steigenden Zinsen reagieren, was er im Moment nicht tut, weil die Refinanzierungskosten der Banken noch gering sind. Sollte sich dies im Jahresverlauf ändern, könnte dies auch zu der (marktgerechten) Trendwende bei den Zinsen führen.

Die Stabilität ausnutzen
Wer eine Baufinanzierung sucht, sollte sich deshalb jetzt in der gebotenen Ruhe und mit der passenden Gründlichkeit nach einer Baufinanzierung umsehen und diese abschließen. Sprünge nach unten sind nicht mehr zu erwarten. Vielmehr deutet im Jahresverlauf 2013 einiges daraufhin, dass diese wieder ansteigen. Es ist aus diesem Grund sinnvoll, die gegenwärtige Ruhe auszunutzen.

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