Nachfrage nach Bundesanleihen ungebrochen

Mehrfamilienhaus im GrünenDer deutsche Staat profitiert als „sicherer Hafen“ der Eurozone weiterhin von der Krise der Währungsgemeinschaft. Seit diese ausgebrochen ist, waren die Versteigerungen der Bundesanleihen stets deutlich überzeichnet, zudem sanken die Zinsen immer weiter ab. Bei den Schuldpapieren mit sechsmonatiger Laufzeit erreichte die Bundesrepublik sogar ein negatives Zinsniveau: Die Investoren zahlten Deutschland Geld, um ihm welches leihen zu dürfen. Jüngst konnte die für das Schuldenmanagement zuständige Bundesfinanzagentur wieder sehr erfolgreich Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit am Markt platzieren. Diese spülten 3,4 Milliarden Euro in die Kassen von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Die Auktion war 1,8-fach überzeichnet.

Mehr Interesse als noch im Juli – aber auch höhere Renditen

Die Nachfrage nach den Bundesanleihen war größer als noch im Juli. Die damalige Versteigerung der Schuldpapiere mit zehnjähriger Laufzeit war 1,5-fach überzeichnet. Allerdings musste der Bund vor vier Wochen auch weniger Zinsen als im August zahlen. Begnügten sich die Anleger damals mit 1,31 Prozent, verlangen sie nunmehr 1,42 Prozent. Im langfristigen Vergleich ist dieser Wert allerdings noch immer extrem tief. Als Vergleich: Krisenstaaten wie Spanien oder Italien müssen inzwischen mehr als sieben Prozent bezahlen, um ihre Anleihen mit dieser Laufzeit überhaupt losschlagen zu können.

Bauzinsen stabil mit leichter Tendenz nach oben
Die Bauzinsen folgten dem Trend der Bundesanleihen: Insgesamt blieben sie stabil, kletterten aber geringfügig in die Höhe. Die kurzen Laufzeiten (fünf und acht Jahre) zogen um durchschnittlich drei Basispunkte an, die 30-jährigen Kredite verteuerten sich um neun Basispunkte, wohingegen die anderen Zeiträume im Vergleich zum Juli unverändert blieben. Wie erwartet setzt aber der Prozess der Verteuerung ein, der ab dem vierten Quartal deutlich sichtbarer als aktuell sein dürfte. Wer bauen möchte, sollte sich deshalb sofort um einen passenden Kredit kümmern, denn günstiger werden die Zinsen vorläufig nicht mehr werden – im Gegenteil: Sollten die Renditen auf die Bundesanleihen weiter steigen, werden auch die Bauziehen schneller anziehen, da die Geldhäuser ihr Geld lieber in die sicheren deutschen Schuldpapiere als in Baukredite investieren, wodurch sich das verfügbare Kreditvolumen verringert, was stets zu steigenden Zinsen führt.

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