Bauzinsen werden massiv steigen

Die Zeit der billigen Bauzinsen geht ihrem Ende entgegen

Steigende Bauzinsen prognostiziert
In den vergangenen Monaten sanken die Bauzinsen immer weiter auf historische Tiefststände, denn die Europäische Zentralbank hatte die Banken mit billigem Geld geflutet, zugleich erwies sich Deutschland als Ort der Stabilität in den wirtschaftlich so unruhigen Zeiten. Doch allem Anschein nach ist der Tiefpunkt der Bauzinsen erreicht, denn der Wind hat sich für die Bundesrepublik gedreht. So wetten immer mehr Anlageprofis darauf, dass die Zinsen, die Deutschland am Kapitalmarkt zahlen muss, um sich frisches Geld leihen zu dürfen, bald drastisch ansteigen werden. Und laut Aktuelle-Bauzinsen.info wird diese Entwicklung mittelfristig auch den Bauzins mit in die Höhe ziehen.

Der Zusammenhang zwischen den Bundesanleihen und den Bauzinsen

Die Risiken für Deutschland sind in den letzten zwei Jahren drastisch angestiegen. Offiziell ist die Bundesrepublik in der Euro-Rettung derzeit mit höchstens 211 Milliarden Euro engagiert. Inoffiziell liegt dieser Betrag weit höher, weil derzeit der ESM aufgeblasen wird, der Deutschland noch einmal diese Summe kosten könnte, zudem schuldet die EZB der Bundesbank über das sogenannte Target II-System derzeit 700 Milliarden Euro. Dieser Betrag wird monatlich größer. Noch in diesem Jahr werden die deutschen Risiken deshalb auf mehr als 1,5 Billionen Euro steigen. Anlageprofis, wie Andrew Bosomworth, der für den weltgrößten Anleiheinvestor Pimco arbeitet, sind deshalb davon überzeugt, dass die Zeiten in denen sich Deutschland fast zum Nulltarif finanzieren konnte, bald enden. Die Zinsen, welche die Bundesrepublik künftig zahlen müsse, werden sich vermutlich verdoppeln, spekulieren die Experten. Viele Hedgefonds haben schon damit begonnen, gegen die Bundesrepublik zu wetten und Bundesanleihen abzustoßen.

Dieser Prozess hat doppelten Einfluss auf die Bauzinsen, insbesondere dann, wenn sich die immensen Risiken Deutschlands in Milliardenverluste umwandeln sollten, was zum Beispiel dann passieren würde, wenn Griechenland aus der Währungsgemeinschaft ausscheidet, wovon auf den Kapitalmärkten alle Experten ausgehen. Selbst ein bekannter Journalist der „Zeit“ berichtete kürzlich, er habe in der Bundesregierung ein Gespräch mitangehört, in der es hieß, der Euro habe maximal noch zwei Jahre. In diesem Fall müsste Deutschland drastisch sparen, Bausubventionen streichen und die Steuern erhöhen, um die Verluste aufzufangen. Die Bonität der künftigen Bauherren würde sich dadurch verschlechtern, was die Zinsen automatisch in die Höhe treibt.

Aber steigende Zinsen auf die Staatsanleihen haben auch deshalb direkte Auswirkungen auf die Baukredite, weil beide Darlehensformen in Konkurrenz zueinanderstehen. Banken sind auf der Suche nach Möglichkeiten, sich langfristig und sicher zu refinanzieren und dabei möglichst profitabel zu arbeiten. Derzeit sind die Bauzinsen auch deshalb so niedrig, weil diese Darlehen genau den Anforderungen entsprechen und die Bundesanleihen nicht annähernd genug Rendite abwerfen. Steigen jedoch die Zinsen auf die deutschen Staatsanleihen, dann treten diese in Konkurrenz zu den Baudarlehen, weil ihre Rendite auf einmal interessanter wird und sie noch immer als sicherer als jedes Privatdarlehen gelten. So sind es momentan tatsächlich auch nur die Hedgefonds, die gegen Deutschland wetten, nicht aber die Finanzinstitute. Auktionen von Bundesanleihen sind noch immer zwei- bis dreifach überzeichnet. Bricht der Euro auseinander, muss sich Deutschland noch weiter verschulden. Mehr Banken bekommen also deutsche Staatsanleihen, wodurch die Bauzinsen noch einmal ansteigen.

Fazit: Jetzt noch die niedrigen Bauzinsen ausnutzen

Aus diesem Grund ist es unbedingt ratsam, jetzt noch die historischen Tiefststände bei den Bauzinsen auszunutzen und einen entsprechenden Kreditvertrag abzuschließen, denn schon bald wird sich das Bild dramatisch wandeln. Bei einem Baudarlehen bedeuten steigende Zinsen immer gleich einen Unterschied von mehreren Tausend Euro. Wer jetzt zögert, der kann im schlimmsten Fall später aufgrund der steigenden Zinsen überhaupt nicht bauen.

Quellen
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutsche-staatsanleihen-hedgefonds-wetten-auf-steigende-zinsen-a-839860.html
http://www.aktuelle-bauzinsen.info/tendenz-bauzinsen.html

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