Niedrigzins – lange Zinsbindung sorgt für Planungssicherheit

Lange Zinsbindung bei NiedrigzinsphasenDer Leitzinssatz wurde im vergangenen Jahr von der Europäischen Zentralbank angehoben und wieder gesenkt, sodass nach wie vor der Leitzins von einem Prozent gilt. Bereist im dritten Quartal prognostizierten Finanzexperten, dass die Niedrigzinsphase bald beendet sein würde und mit einem Anstieg der Bauzinsen zu rechnen ist.

Doch die Entwicklungen am Kapitalmarkt sind nicht kalkulierbar, sodass die aktuelle Schulden- und Finanzkrise, die derzeit den Euro-Raum fest im Griff hat, dafür gesorgt hat, dass die Bundesrepublik als sicherer Garant gilt und sich zu Traumkonditionen Geld leihen kann. Als Folge daraus profitieren Darlehensnehmer, die sich den Niedrigzins mit einer langen Zinsbindung sichern können.

Instabiler Euro-Raum: deutsche Kreditkunden als Profiteure

Das günstige Zinsumfeld hat einen Anstieg der Bauzinsen hierzulande verhindert und wie selten zuvor, werden Top-Konditionen geboten. Wer jetzt in die eigenen vier Wände investieren will, muss zunächst keinen Zinsanstieg befürchten und sollte die Gunst der Stunde für eine lange Zinsbindung nutzen. Bereits ab 3 Prozent werden Baudarlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung vergeben und dies zu sagenhaften Konditionen von rund 3 Prozent. Im Vergleich dazu: vor zehn Jahren mussten Darlehensnehmer fast das Doppelte dafür zahlen.

Schutz vor hohen Kosten: Zinssicherheit als Garant

Die aktuellen Zinskonditionen haben einen Tiefstand erreicht und viele Banken punkten jetzt mit mit attraktiven Angeboten. Zinsbindungen von 20 und mehr Jahren sind heute kein Problem mehr und wer sich für diese Sicherheit entscheidet, profitiert von günstigen Konditionen. Daher entscheiden sich viele Häuslebauer für eine Zinsbindungsfrist, die auch den letzten Cent tilgt.

Zu den Vorteilen dieser Variante gehört, dass der Kreditnehmer der oft gefürchteten Anschlussfinanzierung entgeht. Diese ist meist mit einem hohen Unsicherheitsfaktor versehen, denn erhöht sich das Bauzinsniveau zu diesem Stichtag, schnellt die einst vereinbarte Monatsrate schnell in die Höhe. Wer sich nicht frühzeitig mit einem Forward-Darlehen davor schützt, riskiert unter Umständen seine Immobilie. Gerät die wirtschaftliche Belastbarkeit in eine Schieflage, ist ein Notverkauf der eigenen vier Wände keine Seltenheit.

Lange Zinsbindung – Banken haben sich eingestellt

Was früher eher die Seltenheit war, gehört heute meist zu den Standardangeboten von Kredithäusern: Zinsbindungen von 20 Jahren und länger. Daneben sind mittlerweile auch Laufzeiten von 30 Jahren keine Seltenheit mehr und Hausbanken wie auch Online-Banken haben sich auf die gestiegenen Anforderungen ihrer Kunden eingestellt. Ein geringer Zinsaufschlag ermöglicht den Abschluss eines Baudarlehens mit einer 30-jährigen Zinsbindung, sodass Langläufer schon für rund 3,7 Prozent zu haben sind. Nicht verzichten muss der Darlehensnehmer auf variable Rückzahlungsmodalitäten wie Sondertilgungsoptionen. Meist können bis zu 5 Prozent von der Gesamtsumme jährlich kostenfrei getilgt werden.

Sonderkündigungsoption erweitert den Spielraum

Der Gesetzgeber ermöglicht, dass eine lange Zinsbindung nach zehn Jahren mit einer halbstündigen Kündigungsfrist ausgestattet ist. Konkret bedeutet dies, dass der Kredit ganz oder teilweise getilgt werden kann. Geht der Bauzins nach zehn Jahren in den Keller, kann der Darlehensnehmer ohne Probleme anderswo einen Kredit vereinbaren.

Banken sind jedoch an den beim Vertragsabschluss vereinbarten Zins gebunden. Jeder muss für sich individuell entscheiden, welche Kriterien von Bedeutung sind. Jedoch gilt, dass für Baudarlehen mit einer langfristigen Zinsbindung anfangs zwar mehr bezahlt werden muss, aber bereits ein kleiner Anstieg der Zinsen nachhaltig schnell zu einem finanziellen Vorteil führt.

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