Leitzinssatz steigt – Werden Baudarlehen wieder teurer?

Neubaugebiet dank günstiger Immobilienfinanzierung

Neubaugebiet ©Hartmut910

Wer ein Baudarlehen vereinbaren will, muss nicht einzig und allein auf den Leitzinssatz schauen, der von den obersten Währungshütern der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgegeben wird. Zu den Größen, die sich direkt auf die Baugeldkonditionen auswirken gehört auch die Höhe der langfristigen Kapitalmarktzinsen. Diese werden im Wesentlichen von dem marktpolitischen Prinzip von Angebot und Nachfrage bestimmt. Jedoch müssen künftige Eigenheimbesitzer aktuell mit einem Risikoaufschlag rechnen, da sich die Zinsstrukturkurve aktuell immer steiler gestaltet. Investoren verfahren vorsichtiger als bisher, da die Auswirkungen der Neuverschuldung einiger EU-Staaten nicht einzuschätzen ist.

Leitzinssatz von 1,50 Prozent – Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung?

Trotz der Anhebung des Leitzinssatzes auf derzeit 1,50 Prozent überzeugen Baugeldkonditionen nach wie vor durch einen Tiefstand, sodass es sich nach wie vor lohnt, eine lange Zinsbindung zu vereinbaren. Der Darlehensnehmer schützt sich vor  einem Zinserhöhungsrisiko und profitiert darüber hinaus von Planungssicherheit. zu lassen. Der Zinserhöhungsschritt am 7. Juli 2011 führt somit nicht zwingend zu einer Verteuerung von Krediten, da Banken nicht zeitgleich reagieren. Die erhöhten Refinanzierungskosten, zu denen die EZB Geld an Banken verleiht werden unter anderem vom marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Hinzu kommt, dass die individuelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des künftigen Darlehennehmers die Konditionen für einen Baukredit beeinflussen. Wer viel Eigenkapital in seine Immobilienfinanzierung einfließen lässt, wird von den meisten Banken mit günstigen Konditionen belohnt. Stärker werden Bankkunden die Leitzinserhöhung beim Dispositionskredit spüren, da diese meist zeitnah mit einer Erhöhung des Leitzinssatzes angehoben werden.

Laufende Zinsbindung: Zinsentwicklung abschätzen

Immobilienbesitzer, die sich bereits in einer Zinsbindung befinden, sollten frühzeitig abschätzen, wie sich die Bauzinsen Entwicklung gestaltet. Zur Anschlussfinanzierung, die immer am Ende einer Zinsbindungsfrist steht, lassen sich bis zu fünf Jahre im Voraus aktuelle Konditionen bereits in der Gegenwart sichern. Mit einem Forward-Darlehen kann der Kunde den noch moderat ausfallenden Bauzins sichern und sich vor einem Zinserhöhungsrisiko schützen. Sonerkündigungsoptionen bei Forward-Darlehen erhöhen das Sicherheitspotenzial, wenn der Bauzins wider Erwarten fällt.

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