3. Quartal 2011 – Bauzinsentwicklung sorgt für Überraschungen

DIe Bauzinsen für Baukredite werden steigen

Griechenlandkrise drückt die Bauzinsen ©Rainer Sturm

War das erste Quartal 2011 von leichten Bewegungen am Zinsmarkt geprägt, rechnen Experten in der zweiten Jahreshälfte mit erstaunlichen Entwicklungen, die nicht nur mit der gestiegenen Inflationsrate und der Anhebung des Leitzinssatzes auf 1,25 Prozent zusammen hängen, sondern auch auf dem gestiegenen Risikobewusstsein von Anlegern basieren. Schließlich wirkt sich die Schuldenkrise der Griechen auf das Anlageverhalten und die Zinsentwicklung hierzulande aus.

Zwar sorgte die jüngste Leitzinserhöhung, die eine Antwort auf die gestiegene Inflationsrate war zunächst für Bewegung an den Kapitalmärkten, doch greift das Ende des historischen Bauzinssatzes nicht sofort. Wer eine günstige Baufinanzierung vereinbaren, oder sich attraktive Konditionen für eine Anschlussfinanzierung sichern will, sollte sich im dritten Quartal 2011 dafür entscheiden. Die Finanzierung von Wohneigentum und auch Anschlussfinanzierungen werden aller Voraussicht nach in den Sommermonaten anziehen und angesichts der Befürchtung, dass Notenbankchef Jean Claude Trichet bereits im Juli die nächste Leitzinserhöhung ankündigen könnte, sollte eine Aufforderung zum schnellen Handeln sein. Langfristig gilt laut Analysten die Niedrigzinsphase langfristig als beendet und wer sich günstiges Baugeld sichern will, sollte mit seinem Vorhaben nicht mehr lange warten.

Bauzinsen werden langfristig steigen

Selbst erfahrene Baugeldfinanzierer raten jetzt, im Laufe des  dritten Quartals zu reagieren, um langfristig ansteigenden Bauzinsen zu entgehen. Die anziehende Konjunktur, wachsende Beschäftigungszahlen und ein zwischenzeitliches Zinstief sind attraktive Parameter, jetzt in die eigenen vier Wände anzulegen. Vom Spätsommer 2010 bis zum Frühjahr 2011 sind bereits die Zinskonditionen für Baufinanzierung mit zehnjähriger Zinsbindung um rund 0,9 Prozent angestiegen und sollte die EZB weitere Erhöhungen des Leitzinssatzes planen, ist ein Anstieg von Finanzierungskosten unausweichlich vorprogrammiert. Die Griechenland-Krise und auch drohende Pleiten anderer europäischer Mitgliedsstaaten veranlassen Investoren dazu, in Bundesanleihen anzulegen und aus riskanteren Aktiengeschäften auszusteigen. Kurzfristig entwickeln sich die Bauzinsen günstig, da die Umlaufrenditen sicherer Papiere Einfluss auf die Bauzinsentwicklung nehmen. Steigt der Leitzinssatz jedoch weiter an, kann dies auch Auswirkungen auf das gesamte Zinsumfeld haben. Verbunden damit ist, dass auch die Bauzinsen dann nicht weiter von einer ansteigenden Tendenz verschont bleiben. Wird der Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr angehören, müssen Banken ebenso mit höheren Refinanzierungskosten kalkulieren. Wer langfristig Geld einsparen will, sollte dieses Zwischentief effizient für eine Anlage in die eigenen vier Wände nutzen und recht bald das noch moderate Zinsumfeld für eine günstige Baufinanzierung nutzen, oder zeitnah ein Forward-Darlehen vereinbaren.

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