Bauzinsen schwimmen gegen den Trend – und fallen

Einmal mehr haben sich die Bauzinsen anders als erwartet entwickelt. Ursprünglich hatten die meisten Experten eine Seitwärtsbewegung für die erste Jahreshälfte 2014 prognostiziert. Die Zinsen sollten in diesem Zeitraum leicht ansteigen. In der zweiten Jahreshälfte 2014 sollte es dann deutlich nach oben gehen. Im ersten Quartal machten die Zinsen allerdings das einzige, was sie gemäß dieser Prognosen nicht hätten tun dürfen: Sie fielen zum Teil deutlich.

Das Angebot ist noch immer größer als die Nachfrage

Verantwortlich dafür sind die Banken. Diese wollten eigentlich schon seit Monaten die Zinsen erhöhen, um die Entstehung einer Immobilienblase zu verhindern. Zu viele Menschen hatten die sehr günstigen Kreditangebote wahrgenommen und den drastischen Anstieg der Immobilienpreise dabei ignoriert.

Die Geldhäuser scheinen sich mittlerweile aber auf die Stimmen der Analysten zu verlassen, die sagen, dass eine solche Blase noch fern ist. Anders ist kaum zu erklären, weshalb die Nachfrage nach derartigen Darlehen drastisch steigt, aber das Angebot sogar noch schneller. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, das im Jahr 2013 rund 270.000 Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen erteilt worden sind. Dies sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bauherren trafen und treffen auf einen Markt, auf dem sich die Banken um jeden einzelnen von ihnen bemühen. Weiterlesen

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Prognose: 2014 werden die Bauzinsen steigen

Das gesamte Jahr 2014 dürfte sich ein Trend fortsetzen, der bereits in den letzten Wochen 2013 erkennbar war: Die Bauzinsen für alle Laufzeiten steigen. Die Finanzmärkte rechnen dabei für die erste Jahreshälfte mit einer flachen Zinskurve: Die Werte steigen zwar, aber dies ist noch kaum spürbar. In den Monaten Juli bis Dezember soll es dann deutlicher nach oben gehen. Verantwortlich dafür sind zwei Prozesse: Die Wirtschaft erholt sich zum einen, zum anderen ist ein Wechsel der Geldmarktpolitik der Notenbanken am Horizont erkennbar. Weiterlesen

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Umschuldung vs. Vorfälligkeitsentschädigung

Günstige Bauzinsen ausnutzen

Jeder Häuslebauer bzw. Hauskäufer wünscht sich bei fallenden Bauzinsen diese in Anspruch nehmen zu können, da sich die Kreditkosten mit jedem Prozentpunkt weniger verringern. Das Vorhaben, einen Kredit einfach vor der geplanten Laufzeit und vor Ablauf der Zinsbindungsfrist durch einen günstigeren Immobilienkredit abzulösen, wird durch die Vorfälligkeitsentschädigung des Kreditgebers behindert. Nach § 490 Abs. 2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) muss der Darlehensnehmer bei einem Immobilienkredit mit Festzinssatzvereinbarung bei vorzeitiger Zurückzahlung dem Darlehensgeber eine Entschädigung zahlen.

Selbst wenn der Kreditnehmer den Kredit trotz eines abgeschlossenen und gültigen Kreditvertrags nicht in Anspruch nimmt, fordert das jeweilige Kreditinstitut in der Regel einen Entschädigungsleistung ein. Diese Form der Kompensation wird als Nichtabnahmeentschädigung bezeichnet und hat für den Vertragspartner die gleiche Bedeutung wie eine Vorfälligkeitsentschädigung.

Kompensationszahlungen nach Kündigung eines Kreditvertrags durch die Bank

Neben dem Kreditnehmer kann theoretisch der Kreditgeber ebenfalls den Kreditvertrag kündigen. Dies ist in der Praxis aber sehr unwahrscheinlich, da dies eine Verletzung der vertraglichen Pflichten seitens des Kreditnehmers voraussetzt. Die Vorfälligkeitsentschädigung wird durch die Bank im Falle einer vor Ablauf der Zinsfestschreibung erfolgten Kündigung des Kreditvertrags eingefordert, um die entgangenen zukünftigen Gewinne und Mehrkosten auszugleichen. Da die Vorfälligkeitsentschädigung eine beträchtliche Summe Geld ausmachen kann, sollte jede vorzeitige Ablösung oder Umschuldung gut überlegt werden. Außerdem zeugt die Praxis von überhöhten Forderungen seitens der Banken, die diese Kompensationszahlungen durch bewusst fehlerhafte Rechnungen in die Höhe treiben. Im Regelfall werden die Banken je nach Kündigungsgrund unterschiedlich hohe Ausgleichszahlungen fordern. Weiterlesen

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Die Baugeldzinsen fallen leicht

Wer dieser Tage die Baugeldzinsen betrachtet und die Werte mit den entsprechenden Zinssätzen von vor einigen Wochen vergleicht, kommt zu einer überraschenden Erkenntnis: Sie befinden sich im leichten Sinkflug. Bei allen Laufzeiten sind sie zwischen fünf und 15 Basispunkten schwächer als noch im Oktober. Für diesen Prozess, der im Sommer noch nicht absehbar war, gibt es zwei Erklärungen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum einen wieder einmal in den Markt eingegriffen. Zum anderen wirft die kommende Bankenunion deutlich ihre Schatten voraus.

Die EZB hat den Leitzins gesenkt

Die EZB hat in ihrer November-Sitzung überraschend beschlossen, den Leitzins von 0,50 auf nur noch 0,25 Prozent zu senken. Nie in der Geschichte der Währungsunion lag der Wert derart tief. Zusätzlich erklärte Notenbank-Chef Mario Draghi auch noch, man habe weitere Pfeile im Köcher, sollte die Leitzins-Senkung nicht das gewünschte Ziel erreichen. Dabei handelt es sich um eine Bekämpfung der Deflation, die insbesondere in Südeuropa um sich greift. Dort beträgt die Rate der Preissteigerungen gerade noch 0,7 Prozent. In vielen Sektoren sinken die Preise. Dies führt zu einer Verschärfung der Wirtschaftskrise.

Zinsentwicklung der letzten 3 Jahre - Aktuelle-Bauzinsen.info

Zinsentwicklung der letzten 3 Jahre – Aktuelle-Bauzinsen.info

Das Problem dabei: Deutschland und der Rest von Europa driften immer weiter auseinander. Die Inflationsrate in der Bundesrepublik bewegt sich zumeist zwischen 1,5 und 2,0 Prozent. Diese Werte sind zwar nicht optimal, aber noch gesund.

Die Leitzins-Senkung hat hier den gegenläufigen Effekt: Statt zu nutzen, schadet sie.

Greifbar wird dies am Immobilienmarkt: Die Baugeldzinsen sinken, weil die Banken günstiger denn je Geld von der Zentrale in Frankfurt leihen könne. Der Markt, der in weiten Teilen der Bundesrepublik eigentlich schon überhitzt ist, wird so mit günstigen Finanzierungen überschwemmt. Diese bringen den Geldhäusern nämlich mittel- und langfristig (vermeintlich) sichere Renditen. Weiterlesen

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Nebenkosten bei Abschluss eines Immobilienkredits

Versteckte Kosten und hohe Bankgebühren bei Abschluss eines Immobilienkredits beschäftigt wahrscheinlich jeden künftigen Hauseigentümer. Da die Gebühren- und Abgabenlast bei jedem Kreditinstitut unterschiedlich ausgestaltet ist, wird im Folgenden nur auf die typischen anfallenden Kosten eingegangen. Es ist immer Vorsicht bei den Ausführungen der „netten“ Bankberater geboten. Nicht Alles was im „Kleingedruckten“ steht, muss vom Kreditnehmer ohne weiteres akzeptiert werden.

Wertermittlungsgebühren der Hausbank

Vor Vergabe eines Immobilienkredits erhebt die Bank zumeist vom Kunden eine Wertermittlungs- oder Schätzgebühr für die jeweilige Immobilie. Dabei argumentieren die Kreditgeber, dass sie zur Ermittlung des maximal zu vergebenden Kreditbetrags den Wert der Immobilie vorher ermitteln müssen. In der Regel schwankt die Gebühr um die 500 Euro. Als Hauskäufer sollten Sie diese Gebühr nicht anstandlos bezahlen. Es existieren bereits Urteile, dass diese Gebührenerhebung unrechtmäßig ist und von den Finanzinstituten selber getragen werden muss. Weiterlesen

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Steigende Bauzinsen: Banken verspüren Furcht vor Immobilienblase

Steigende Bauzinsen sollen Gefahr von Immobilienblase mindernDer wichtigste Akteur für die Entwicklung der Bau- und Immobilienzinsen ist bekanntlich die Europäische Zentralbank (EZB). Senkt diese den Leitzins, folgen die Zinsen gewöhnlich. Die Banken können sich günstiger Geld von der Zentrale leihen und es in der Folge in der Form verbilligter Kredite an interessierte Bauherren und Immobilienkäufer weitergeben. Dieser Zusammenhang ist jedoch zerschlagen. Trotz der Leitzinssenkung aus dem Frühling 2013 auf 0,50 Prozent sind die Bau- und Immobilienzinsen für alle Laufzeiten seit damals durchgängig angestiegen, wie ein Blick auf Aktuelle-Bauzinsen.info beweist. Die Angst vor der Immobilienblase ist zu stark geworden. Weiterlesen

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Schwache Konjunkturdaten stützen Bundesanleihen

Die Zinsen für Bundesanleihen sind überraschend gesunken. Grund hierfür war unerwartet schwache Konjunkturdaten aus Deutschland. Fast innerhalb von Stunden drehte sich der Wind an den Anlagemärkten. Helfen könnte dieser Trend den Bau- und Immobilienzinsen, die eigentlich wieder im Steigflug begriffen waren. Doch offenbar haben die Anleger und Finanzinstitute ihr in der Krise eingeübtes Sicherheitsdenken noch nicht ganz abgestreift.
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